Quand
Où
Hasenackerstr. 15, Männedorf
Klassik trifft Jazz – eine musikalische Gratwanderung
Gershwin bewegte sich zwischen den musikalischen Welten – zwischen Konzertsaal und Broadway, zwischen afroamerikanischen Rhythmen und europäischer Tradition, zwischen komponierter und improvisierter Musik. Das Saxophon, selbst ein Grenzgänger zwischen Klassik und Jazz, ist das perfekte Medium, um diese Reise hörbar zu machen.
Die Werke im Überblick:
George Gershwin – Three Preludes
Kurze, prägnante Miniaturen, die Jazzrhythmus und klassische Form verbinden. Sie eröffnen das Programm mit Gershwins Handschrift: energisch, farbig, voller Swing.
Claude Debussy – Clair de Lune
Ein impressionistisches Klanggemälde, das mit schwebender Harmonik und poetischer Ruhe einen Kontrast zu Gershwins Rhythmik bildet. Debussys harmonische Freiheit war zugleich ein wichtiger Einfluss für Gershwins Klangsprache.
Leonard Bernstein – „America“ aus West Side Story
Ein mitreißendes, rhythmisch pointiertes Musicalstück. Wie Gershwin suchte Bernstein nach einer Musiksprache, die Klassik, Jazz und populäre Stile verbindet.
George Gershwin – Rhapsody in Blue
Das Herzstück des Abends: ein musikalisches Monument, das klassische Formen mit dem typischen Jazzvokabular verschmilzen lässt. Die Rhapsody wurde zum Inbegriff von Gershwins „Gratwanderung“ zwischen Konzertsaal und Jazzclub.
Jean-Baptiste Singelée – Premier Quatuor, Op. 53
Ein Blick zurück: Singelée, ein belgischer Komponist und Freund des Saxophon-Erfinders Adolphe Sax, schrieb eines der ersten Werke für Saxophonquartett. Damit stellt er die klassische Tradition des Instruments vor.
Jean Françaix – Petit Quatuor
Ein heiteres, elegantes Werk voller Esprit, das mit französischem Humor und Leichtigkeit die Quartettliteratur bereichert. Françaix spiegelt die spielerische Seite der klassischen Moderne wider und ergänzt Gershwins jazzige Energie mit Charme.
George Gershwin – I Got Rhythm / Zugabe: Oh Lady, Be Good!
Zwei seiner berühmtesten Songs, die als Arrangement für Saxophone in frischem Gewand erklingen. Pure Lebensfreude und Rhythmus. Die ausgewählten Werke stehen miteinander im Dialog: Debussy als Wegbereiter, Gershwin als
Vermittler, Bernstein als Erbe, Singelée als Fundament der Quartetttradition und Françaix als europäischer Zeitgenosse. Gemeinsam zeichnen sie ein Panorama von Musik zwischen Klassik und Jazz – genau dort, wo auch das Saxophon zuhause ist.
Programme:
Claude Debussy (1862 – 1918)
Suite bergamasque, für Klavier Solo (1890)
III. Clair de Lune
arr. für Saxophonquartett Welligton Sousa
Leonard Bernstein (1918 – 1990)
West Side Story, Musical (1957)
« America »
arr. für Saxophonquartett Laszlo Dömötör
Georg Gershwin (1898 – 1937) 15
Rhapsody in Blue, für Klavier und Orchester (1924)
arr. für Saxophonquartett J. van der Linden
Jean-Baptiste Singelée (1812 – 1875)
Premier Quatuor Op. 53, für 4 Saxophone (1857)
I. Andante, Allegro
II. Adagio sostenuto
III. Allegro vivace
IV. Allegretto
Mit Kollekte
